Meinungen

Ich habe einen Weg gefunden, mich nicht mehr über etwas aufzuregen, was Andere sagen.

Ich denke einfach: "Es ist ja nur eine Meinung".

Damit ist eigentlich alles gesagt.

Das was die Sache vielleicht doch noch etwas komplizierter macht, ist die Geschichte mit der Wahrheit. 

Was ist Wahrheit?

Mein Vater wusste noch, was Wahrheit ist. Wenn wir unterschiedlicher Meinung waren, dann ließ er mir meine Meinung, bestand aber darauf, dass er mit seiner Meinung Recht habe.

In der Vergangenheit habe ich insgeheim gedacht, dass das, was jemand sagt, zum größten Teil wahr ist, weil derjenige ja auch glaubt und so tut, als ob es wahr wäre. 

Dann habe ich mich lange an dem Satz orientiert: "Jeder hat seine eigene Wahrheit"

Wahrheit hat oft den Anspruch im Schlepptau, zumindest etwas allgemeingültig zu sein. Wahrheiten die in diesem Zusammenhang erfolgreich sind und einen allgemeinen Konsens haben, fühlen sich für mich in der Regel besser an, als Wahrheiten mit einer kleinen Anhängerschaft.

Heute kommt es mir so vor, dass es bei Thema Wahrheit in Wahrheit nur um's Recht haben geht. Mir macht der Anspruch im Thema Wahrheit Stress. Ich denke, dass "alles als Meinung aufzufassen" näher an der Wahrheit liegt.

Für mich war der Schlüssel, dass ich gesehen habe, wie fehleranfällig das ist, was ich oder jemand anders sagt, oder wie fehleranfällig das ist, was ich denke. Wie schnell passiert das: nur halb hingehört und falsch eingeordnet und ich denke ich hab's kapiert. Und später höre ich dann den Rest und denke: Wie voreilig war das. Oder bei einem Thema, das ich wirklich gut kenne, durch Job oder viele Stunden lesen oder viele Jahre Hobby und dann höre ich jemanden erzählen und denke nur: So ein Dummkopf

Ich kann nicht reinschauen in den Anderen. Ich kenne die Geschichte nicht, wie er oder sie zu dieser abstrusen, glorreichen Vorstellung gelangt ist. Und es fällt mir auch schwer zu erklären, warum ich bei genau dieser einen speziellen Haltung gelandet bin und warum ich heute genau so denke wie ich denke. 

Wenn ich heute Mainstream-Medien lese, sehe ich bei den "großen" Themen einen Wahrheitsgehalt von unter 20%. Bei all dem triefen aus jeder Pore Meinungen und Interessen und noch mehr Interessen. Jedes Thema, dass ich bisher zerpflückt habe, stellte sich als große Fata Morgana und Verfälschung durch Interessengruppen heraus.

Das führt mich zur Schlussfolgerung, dass der Wahrheitsgehalt von dem was ich weiß, eher klein ist, und das was übrig bleibt, einfach nur eine Meinung ist.

Dumm ist nur, dass die Meisten glauben, es währe wahr. Wenn ich aber den Irrtum kenne und weiß, dass ich mich irre, und weiß, dass die Anderen das nicht wissen, und von sich überzeugt sind, dann kann ich die Anderen in ihrem Glauben lassen und mich zurücklehen mit dem Wissen, dass wir alle falsch liegen.

Das ist entspannend und fühlt sich gut an. Also muss es wahr sein.

 

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Status:

Neustart:  

Ich befinde mich noch halbwegs im Winterschlaf. Das Intermezzo mit den Anwälten scheint so langsam zu einer netten Anekdote für die Kinder zu werden.

Trotzdem hab ich den Kopf noch nicht wieder frei um an den schönen Text über Widerstände zu arbeiten.

nur Geduld .....

Vorsicht

Alles was ich hier veröffentliche, ist nur eine Meinung oder eine Geschichte oder Satire. Falls sich jemand von Inhalten in diesem Blog provoziert fühlt, dann denk einfach: Es ist nur eine MeinungSeht es als Medienkompetenz-Training oder Psycho-Test. Bei Bedarf geht einfach beim Postillon üben. 

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